Adoption: Das Geschäft mit den Kindern

03.04.2001 - Deutsche Welle

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Immer mehr Kinder aus der Dritten Welt werden von deutschen Eltern adoptiert. Internationale Agenturen sind an der Vermittlung beteiligt. In Deutschland müssen sie staatlich anerkannt sein, damit jede Form des Kinderhandels ausgeschlossen ist. Doch nun ist eine der offiziellen Agenturen, der Verein "Pro Infante", erheblich in Misskredit geraten. Einige Adoptionseltern, Landesjugendämter und das Kinderhilfswerk "terre des hommes" haben festgestellt, dass Papiere voller Ungereimtheiten sind. Wurden Kinder aus Indien oder Kenia ohne Einverständnis der leiblichen Mütter zur Adoption nach Deutschland vermittelt?

Der Wunsch nach einem Baby: Kinderlose Eltern tun dafür fast alles, skrupellose "Vermittler" leider auch. Unverantwortliche Privatadoptionen, krimineller Kinderhandel, dubiose Mehrfachvermittlungen, überzogene Gebühren und unklare Rechtsverhältnisse lassen die Nachwuchsbeschaffung häufig in einem zweifelhaften Licht erscheinen.
Ein ganz besonderer Fall erregt zur Zeit die Öffentlichkeit. In London geht es vor Gericht um die sogenannten Internet-Zwillinge, angeboten von ihrer Mutter. Besonders schockierend: Die beiden neun Monate alten Mädchen wurden gleich zweimal verkauft - in die USA und nach Großbritannien. Zu entscheiden ist nun: Wo sollen sie leben?

 

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